25.SSW- meine Schwangerschaft mit dem 3. Kind

Mittlerweile sind wir bereits bei der 25. Woche in dieser Schwangerschaft angekommen. Das Baby sollte jetzt in etwa so groß sein wie eine Cantaloupe- Melone sein. Zumindest ist das kleine Wesen sehr aktiv und wir spüren sie alle zunehmend. Auch sonst hielt uns bzw. mich diese Woche auf Trab.

Ich hatte direkt am Anfang dieser Woche einen Termin beim Gyn. Direkt bei 24+0 durfte ich zum sogenannten kleinen Zuckertest aufschlagen.

Der kleine Zuckertest beim Gynäkologen

Also kam ich morgens um 8 Uhr nüchtern in die Praxis und nach dem üblichen Toilettengang für die Urinprobe und dem Ermitteln des aktuellen Gewichts und den Blutdruck, der mal wieder zu hoch war beim ersten messen und später bei der Kontrolle im Normalbereich lag, durfte ich dann die Glukoselösung mit 50g Zucker trinken. Natürlich wurde zuvor noch meine Vene für den Nüchtern Zucker angezapft. Ich mag ja gerne Süße Dinge, aber das Zeug war echt zu viel des Guten. Bäh was ist das widerlich quasi puren Zucker zu sich zu nehmen…. Echt nicht schön! Ich wusste zwar in der Theorie, was ich vor mir habe, da die anderen beiden Kinder aber zur Welt kamen, bevor dieser Test Standardisiert wurde, musste ich das noch nie machen.

Nachdem ich also diese 200 ml Glukose heruntergewürgt habe sollte ich nach einer Stunde erneut Blut lassen. Zuvor durfte ich aber zu meinem Gynäkologen rein und er schaute nach dem Bauchzwerg. So weit ist er zufrieden. Sieht alles sehr gut aus. Das Wesen ist mittlerweile gute 30,5 cm lang und wiegt ungefähr 580 Gramm. Er meinte, wenn es sich weiter so verhält, dann wird dieser Bauchbewohner bei der Geburt auch so ein Zierliches Wesen sein, wie die Geschwister. Ich persönlich find das gut! Besser als ein sehr schweres Kind, was auf natürlichem Weg raus soll. Da lieber schmal. Ich bekomme noch ein paar Ultraschallbilder und dann ist die Stunde fast vorbei. Ich warte noch ein wenig im Wartezimmer und dann darf die Arzthelferin mir noch mal Blut abnehmen. Wenn ich möchte, könne ich am folgenden Tag anrufen, um meine Ergebnisse zu erfahren. Sollte was Auffälliges sein, würde man sich melden und sonst wird mir das Ergebnis bei der nächsten Kontrolle im Januar mitgeteilt. Wir wünschen noch ein schönes Fest und guten Übergang und dann stehe ich auch schon wieder draußen.

Zu Hause sind mittlerweile meine drei lieben wach und wir frühstücken erst mal gemeinsam. Danach planen wir unsere Woche und genießen den Tag.

Telefonische Sprechstunde mit der Hebamme

Ich habe gegen Mittag noch ein Telefonisches Meeting mit meiner Hebamme. Zurzeit sollen keine Schwangeren in die Praxis kommen, bzgl. Corona und da meine Hebamme selbst Mutter ist und die Kinder zu Hause hat, ist das am Telefon der einfachste Weg für alle beteiligten.

Wir telefonieren fast 45 Minuten und klären fragen bzgl. Das Stillen, wie es mir aktuell geht. Sie erfragt die Entbindung der Kleenen und wie das Wochenbett nochmal bei meinen beiden großen war. Sie gibt mir Tipps und legt mir nahe bereits jetzt gewisse Dinge zu besorgen, damit sie dann auch da sind, wenn sie gebraucht werden. Das nächste Treffen findet Anfang Februar statt und wird ggf. dann online sein, je nachdem wie die Lage dann ist.

Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes 

Abends geht dann bei uns das Telefon und mein Mann reicht mir den Hörer. Die Praxis meines Gynäkologen ist dran und das heißt leider nicht unbedingt was Gutes. So ist es dann auch. Man habe vorab vom Labor die Information bzgl. Meiner Blutzuckerwerte bekommen. Ich hätte einen nüchtern BZ von 106 mg/dl und nach der Glukose einen Wert von 217 mg/dl gehabt. Das ist nicht schön. Jetzt weiß ich, dass bei Schwangeren die Grenzwerte deutlich enger gesteckt sind, als bei „normalen“ Diabetikern. Ich hätte morgens nüchtern nicht über 95 mg/dl sein dürfen und nach der Glukose hätte der Wert 60 Minuten nach der Einnahme bereits bei 184 mg/dl sein sollen. Da beide Werte zu hoch waren, scheint faktisch etwas mit meiner Insulinbildung nicht zu stimmen. Also hat diese Schwangerschaft mit der Hormon-Umstellung etwas übertrieben. Ich solle mich schnellstens um einen Termin bei einem Diabetologen bemühen.

Also suche ich mir Telefonnummern raus und telefoniere am nächsten Morgen die Diabetologen ab. Leider haben die meisten quasi schon Urlaub, was aufgrund der Feiertage nicht verwerflich ist. Letzten Endes bekomme ich aber tatsächlich noch einen Termin für den folgenden Tag bei einer sehr netten Diabetologin. Ich bin überrascht, dass sie mich so schnell nimmt, aber sie erklärt mir, dass sie bei diesen Werten lieber schnell handeln möchte.

Auf zur Diabetologin 

Also erscheine ich am folgenden Tag um 8 Uhr nüchtern in der Praxis und bekomme erst mal Blut abgenommen. Zuvor war ich noch bei meinem Gynäkologen um die Laborwerte abzuholen und eine Überweisung ausgestellt zu bekommen. Er ist sehr freundlich und sagt, dass er nicht damit rechnet, dass man noch den großen Test machen würde, weil die Ergebnisse mehr als eindeutig seien. Also aufbauen kann er ja… Die Ärztin sieht sich meine Ergebnisse an und meint, dass wir wohl nicht um eine Insulintherapie herumkommen würden.

Gestationsdiabetes und was jetzt alles gemacht werden muss

Ich solle jetzt erst mal 6 Mal täglich meine Blutzuckerwerte kontrollieren (jeweils nüchtern und dann vor den Mahlzeiten und 60 Minuten danach) und am nächsten Tag bei ihrer Kollegin in die Diabetes Beratung gehen. Dort würde man mir dann erklären wie ich mich spritzen müsse und mit welchen Mitteln. Ich hole dann das BZ – Messgerät und die dafür benötigten Teststreifen aus der Apotheke ab und erkläre zu Hause dann meinem Mann und den Mädchen was jetzt anliegt. Am nächsten Tag gehe ich zur Beraterin, die mir einen erneuten Termin nach dem Wochenende gibt, damit ich noch ein paar mehr Werte sammeln kann. Sie möchte nicht mit zu viel oder zu wenig Insulin beginnen um mich nicht zu gefährden. Als sie mir erklären will, wie man spritzt, erkläre ich ihr kurz, dass ich das weiß, weil ich Gesundheits- u.- Krankenpflegerin sei. Da lacht sie und meint, dass es natürlich einiges verkürzt, wenn man sich unter Kollegen unterhalten kann. Dann würde ich ja schon ein gewisses Grundwissen haben.

Also messe ich fleißig am Wochenende und sammle meine BZ-Werte. Ich notiere alles in einem Tagebuch inklusive aller Mahlzeiten. Dieses lege ich dann montags vor und die Beraterin ermittelt wie ich mit ab sofort das Insulin spritzen soll. Sie hält kurz Rücksprache mit der Diabetologin und so werde ich mit genauen Anweisungen und einem Rezept über Insulin entlassen. Natürlich mit einem erneuten Termin zur Kontrolle.    

Wie gesagt, in dieser Woche war einiges los und ich ärgere mich ein wenig, dass ich jetzt die Diagnose Gestationsdiabetes habe. Aber, das Schlimmste an der Sache ist das selber spritzen. Ich hasse es nämlich, am falschen Ende der spritze zu sein. 

Beobachtungen an mir selbst

GEWICHT: unverändert

TAILLENUMFANG: 128 cm

SS-SYMPTOME: Der Bauch wächst, das Baby strampelt. Sodbrennen und Übelkeit sind ätzend, sowie das Gestationsdiabetes!

Ein Kommentar bei „25.SSW- meine Schwangerschaft mit dem 3. Kind“

  1. Hallo, ein sehr schöner Artikel und natürlich Blog. Du nimmst einen auf deinem Weg mit. Total schön. Ich habe den Artikel sehr gerne gelesen und finde es immer wieder spannend über die verschiedenen Stadien einer Geburt zu lesen, es ist und bleibt einfach einzigartig und eben ein Wunder.
    Beste Grüße
    Laura

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