Wir leben noch

Ich habe lange nichts mehr von uns hören lassen, aber es gibt einfach Zeiten im Leben, da gibt es wichtigeres als das bloggen. Ich hätte zwar teilweise gerne meine Gedanken zu Papier gebracht, vor allem in dieser aufreibenden Zeit während Corona, aber dafür fehlte mir schlichtweg die Zeit.

Was im Leben so los war

Ich habe die ganze Zeit Vollzeit gearbeitet und musste auch ran, schließlich gehöre ich zu den Kämpfer_innen an der Front. Dann hat auch mein Mann das große Glück gehabt, dass er nicht in Kurzarbeit musste und komplett normal arbeiten konnte. Normal heißt auch, nicht im Homeoffice, was natürlich auch ein wenig kompliziert war, denn die Mädchen benötigten in der Zeit des Lockdown selbstverständlich ihre Aufmerksamkeit. Nicht nur, das gemeinsame zu Hause lernen, auch die vielen ausgesprochenen und unausgesprochenen Fragen mussten beantwortet werden. Den Kummer und dem Frust Trost spenden und die Kinder auffangen. Ihnen ging es bei uns zwar super, sie konnten in den Garten auf den Balkon und von Balkon zu Balkon mit den Kindern der Nachbarschaft kommunizieren und albern, aber es war dennoch alles andere als leicht für sie. Ostern und auch Geburtstage im Lockdown feiern, nicht wie die Eltern vor die Tür dürfen und dann auch noch lernen des Selbsterlernen von Schulischen dingen. Es war alles nicht leicht, für keinen von uns und dennoch hat uns diese Zeit nicht nur Nerven gekostet, sondern uns auch enger zusammengeschweißt. Klar ist es für jeden von uns Stressig gewesen, aber es hat geklappt. 

Ich bin wie immer im Nachtdienst gewesen. Kam morgens von der Arbeit, habe mich bis Mittags hingelegt und mein Mann ist gegen 6 Uhr zur Arbeit gefahren. Die Mädels haben ausgeschlafen und dann gemütlich gefrühstückt. Mein Mann deckt ihnen morgens immer den Frühstückstisch. Nach dem Frühstück haben die beiden noch in Ruhe etwas gespielt und wenn ich dann um 12 Uhr aufgestanden bin und meinen Kaffee hatte, wurden die Schulsachen ausgepackt. Wir haben überlegt, was wir machen möchten und dann intensiv etwas gelernt. Die Pause bestand im gemeinsamen Mittagessen und wenn dann die Schulsachen fertig waren hieß es kreativ werden oder Spiele spielen.

Na ja, was ich ursprünglich sagen wollte,

uns gibt es noch. Wir leben noch und sind bis jetzt gut durch das Jahr 2020 gekommen und ich möchte versuchen in der Zukunft wieder etwas mehr zu schreiben. Kann dies aber nicht versprechen, weil ich einfach nicht weiß, was das reallife so bereithält.

Unterschrift

Schreibe einen Kommentar

*