Ein Wochenende im Bergischen 06./07.07.19 #wib

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Das Wochenende ist durchgeplant und wir freuen uns schon darauf. Es steht vieles auf dem Programm. U.a. Auftritte, ein Geburtstag, Straßenfest, Vereinstätigkeit und ich möchte schwimmen gehen. Anfangs klingt das ganze auch gut, aber dann kommt es doch anders wie geplant.

Samstag

Das Wochenende beginnt mit Ausschlafen. Das wird von uns allen begrüßt. Irgendwann kriechen wir dann aber doch aus unseren Betten und mein Mann macht sich los zum Bäcker. Die Kinder spielen in ihren Zimmern und ich decke derweil den Frühstückstisch auf der Dachterasse. Dort genieße ich dann auch gleich meinen ersten Kaffee.

Nach dem Frühstück spielen die Kinder im Garten und ich mach meine Nägel *Sommerschick*. Bis jetzt läuft alles wie am Schnürchen, doch schlagartig geht es mir total beschissen. Ich nehme mir eine Auszeit und hoffe, dass die Kinder nix mitbekommen.

Nachdem es mir einen Hauch besser geht beginne ich damit die Koffer für die Kinder zu bestücken. In 7 Tagen heißt es für die zwei nämlich „Auf zur Kinder- und Jugendfreizeit“.

Da mein Bruder heute seinen Geburtstag feiert quäle ich mich irgendwie dorthin. Aber so richtig anwesend bin ich nicht. Mein Bruder, sein Kumpel und mein Papa machen eine „Pool“ Party. Es wird außerdem gegrillt und die Stimmung ist ausgelassen. Es könnte so schön sein, wenn das Wörtchen „Wenn“ nicht wär. Die Kinder genießen aber den Geburtstag und toben durch den Garten und den Pool.

Während der Feier muss A. kurz weg. Sie hat um die Ecke einen Auftritt mit ihrer Tanzgruppe. Mein Mann, L. und Oma begleiten sie. Ich würde auch gerne mit, aber fühl mich nicht in der Lage dazu. Der Auftritt ist gelungen und nach einer erneuten Runde im Pool geht es irgendwann wieder nach Haus.

Zu Hause gehen die Kinder mit dem Papa auf unser achtes Straßenfest. Alle Nachbarn und Nachbarskinder sind bereits da und feiern ausgelassen. Jeder bringt etwas mit. Von Getränken über herzhaften Fingerfood bis hin zu Nachspeisen und Knabberkram.

Ich hingegen mache noch die Kassenprüfung vom Billardverein und stoße erst drei Stunden später, für nur eine Stunde, zu ihnen. Auch wenn ich nur kurz dabei bin, hab ich Spaß, quatsche und esse noch etwas. Zum Glück merke ich schnell, dass es mir etwas besser geht, so dass ich später gut schlafen kann.

Sonntag

Da hat doch glatt die Lütte bei uns geschlafen und schläft sogar noch, während ich bereits wach bin.

Ich stehe also auf und beginne damit das Frühstück vorzubereiten. Mir geht es im Moment etwas besser als am Vortag, aber noch bin ich skeptisch. Der Brötchenbursche hat die bestellten Brötchen vorbei gebracht und so können wir gut in den Tag starten, nachdem irgendwann alle wach sind. (Also die Lütte und mein Mann, A. hat nämlich spontan bei der Nachbarsfreundin übernachtet.)

Meine Skepsis bestätigt sich leider, dennoch will ich mich nicht aus den Schuhen werfen lassen. Also beiße ich die Zähne zusammen und mach eine gute Miene. Wir machen uns deher am frühen Nachmittag los auf einen Spaziergang. Ursprünglich wollten wir schwimmen, so sah zumindest der Plan aus. Das ist mir allerdings zum jetzigen Zeitpunkt absolut nicht möglich. Also sind wir spontan und deponieren einfach um. Wir laufen zum s.g. Kriegerdenkmal. Hier sind Platten mit den Namen aller gefallenen Remscheider, des ersten und zweiten Weltkrieges, verewigt. Sowie eine Gedenktafel zum Flugzeugabsturz im Dezember 1988 in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung. Die Kinder sind begeistert und lauschen dem Bericht ihres Papa, der sich noch gut an diese Tragödie erinnern kann. Ich kann dazu nix berichten, da ich da gerade mal 3 Jahre alt war. Wir genießen den Spaziergang durch den Wald und auch ich kann mich gut darauf einlassen, auch wenn ab und an die Ping durchkommt. Zum Schluss lädt der Papa seine drei Mädels noch auf ein Eis ein und so strahlen nicht nur die Augen der Kinder, sondern auch meine.


Wieder zu Hause toben die Mädchen etwas im Garten und kommen dann wieder rein. Durst treibt sie an. A. zieht sich dann in ihr Zimmer zurück und möchte Hörbuch hören. L. hingegen fordert eine Runde kuscheln ein. Ich mache dann noch das Abendessen und als L. ihre Schwester holen möchte kommt sie aus ihrem Zimmer geschlichen. „Mama! Die A. schläft!“ Ihr ist die Ungläubigkeit anzuhören. Ich erkläre ihr, dass A. wohl äußerst wenig bei dem Nachbarsmädchen geschlafen hat und wir sie jetzt einfach schlafen lassen. Demnach sitzen wir, wie bereits am Morgen, nur zu dritt am Tisch und essen Abendbrot. A. verschläft den gesamten Abend und wird sicherlich überrascht sein, wenn sie irgendwann aufwacht.


Das war es auch schon mit unserem Wochenende. Ich hab es mir so schön vorgestellt, leider konnte ich nicht oder nur äußerst eingeschränkt, an Aktivitäten teilnehmen und ein wenig umplanen mussten wir auch. Dennoch war es ein schönes und gelungenes Wochenende. Vor allem konnte mein Mann den Kindern etwas aus der Geschichte des Bergischen berichten, was auch ich äußerst cool und interessant finde. Klar war es eine Tragödie, dennoch ist es interessant.
Weiteres von diesem Wochenende sammeln Alu und Konsti auf ihrem Blog „Große Köpfe“ in der Kategorie „Wochenende in Bildern„. Reinschauen lohnt sich garantiert.

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