Das Leben ist schön

Ach was ist das Leben schön. Die letzten Monate, haben einiges an Hochs und Tiefs gehabt. Also wenn man mal an die Freude der Schwangerschaft und dann an die Trauer, Enttäuschung, Wut und den Schock der Fehlgeburt zurückdenkt. Aber im Moment geht es mir und uns als Familie richtig gut.

Bald heißt es „good bye Grundschule“ und „Hello Realschule“

Die Schule der Großen steuert auf die Sommerferien zu. Noch knappe 6 Wochen Unterricht und dann sind hier in NRW Ferien. Das bedeutet, dass letzte Schuljahr der Großen auf der Grundschule neigt sich sehr Stark dem Ende entgegen. Sie freut sich wahnsinnig auf die Realschule und den damit beginnenden Einstieg in die Bilinguale Klasse. Die letzten Klassenarbeiten werden geschrieben, die letzten Projekte laufen. Der Sexualkundeunterricht treibt den Kindern die Schamesröte ins Gesicht und dennoch ist das Thema sehr interessant. Sie hat jetzt auf dem Trödel einen tollen Rucksack erstanden, den eigentlich erst die „großen“ kinder auf der Weiterführenden Schule nehmen, aber sie darf diesen jetzt schon nutzen und trägt diesen jetzt mit viel Stolz. Sie ist froh, dass sie bald das kapitel Grundschule hinter sich lassen kann und möchte am liebsten sofort schon auf die Realschule wechseln, auch wenn das bedeutet, dass sie dort wieder die kleine ist. Die Große mag die Schule, sie hat Spass am lernen, aber es gab in ihrer Klasse immer wieder Reibereien (hier berichtet ich unter anderem davon) und Auseinandersetzungen, die ihr den Abschied jetzt nicht gerade erschweren. Im Gegenteil, sie begrüßt den Schulwechsel und sehnt ihn herbei. Sie wird auch kaum welche aus ihrer jetzigen Klasse auf der neunen Schule wieder treffen, da die ganzen Mitschüler auf unterschiedliche Schulen gehen. Aber das stört die Große absolut nicht.

Mit einem lachendem und einem weinendem Auge heißt es „Abschied von der KiTa“

Mini hingegen hat nur noch ein paar Wochen in ihrem Kindergarten und muss sich dann von diesem Lebensabschnitt verabschieden. Sie ist in der Vorschulgruppe und lernt täglich neue Dinge. Mini eifert mit einem Lachendem und einem Weinendem Auge der Schule entgegen. Unsere Kleine freut sich, dass sie bald lesen lernen kann und findet es schade, dass dann das spielen mit anderen Kindern nicht mehr oberste Priorität hat. Dennoch findet sie es spannend, dass immer mehr Sachen in ihrem Leben einziehen, die mit der Schule zu tun haben. Sei es der Schulranzen, die ersten neuen Stifte, der Farbkasten, die ersten Schulbücher usw. Trotzdem findet sie es sehr schade, dass sie die Kinder aus ihrer Gruppe nicht mehr sehen wird und die lieb gewonnenen Erzieher_innen. Trotzdem wird der Schmerz geschmälert, weil zwei ihrer besten Freundinnen aus ihrer KiTa mit ihr gemeinsam auf die Schule kommen und mit viel Glück auch in die selbe Klasse. Dann steht natürlich auch noch ein großes Abschiedsfest mit Übernachtung in der KiTa an, was den Abschied einfacher machen soll. Trotz allem ist es bei ihr vom Gefühl etwas ganz anderes wie bei ihrer großen Schwester.

Mit 6 ist man größer

Jetzt ist unser kleines Mädchen auch noch 6 Jahre alt geworden, was natürlich auch ein sehr bedeutsames Alter ist. Denn jetzt ist es sehr offiziell, dass sich im Leben etwas ändert. Mit 6 kommt man in die Schule. Mit 6 ist man plötzlich irgendwie etwas größer als mit 3, 4, 5 Jahren. Die Welt verändert sich. Man sieht Dinge aus einer anderen Sicht und die Umwelt nimmt das Kind anders wahr. Mini darf jetzt zunehmend unbeaufsichtigt mit ihrer Schwester durch die Gärten streifen und spielt mehr und mehr auch mit den großen Kindern, die zuvor in ihr nur die „kleine“ gesehen haben. Sie strahlt eine Selbständigkeit aus und eine gewisse innere Größe. Sie wirkt mit jedem Tag größer und dennoch ist sie in meinen Augen noch meine kleine. Aber auch ich muss langsam lernen, dass mein Baby größer wird. Mini ist jetzt 6 und wie damals, an ihrem dritten Geburtstag, als sie von heut auf morgen trocken war (Tag und Nacht; Sie stand vor mir und sagte :“Mini jetzt groß, Mini braucht keine Pempi mehr“), ist sie mit ihrem 6. Geburtstag gewachsen und hat eine neue Abzweigung auf ihrem Lebensweg beschritten. 

Das Geburtstagskleid

Heimische Veränderungen

Auch zu Haus sind Veränderungen gelaufen. Wir haben endlich die langersehnte Renovierung unseres Balkons in Angriff genommen und haben nach guten 6 Wochen die Möglichkeit endlich wieder draußen auf unserer Dachterrasse zu Grillen und die Sonne zu genießen. Dank tatkräftigem Rat meines Vaters und Tatkräftiger Unterstützung des Schwiegervaters haben wir es endlich so weit geschafft, dass die Terasse wieder Sicher ist und genutzt werden kann. Einen neuen Grill haben wir uns auch geleistet, nur neue Möbel werden bis zum kommendem Sommer warten, da wir immer nur eines nach dem anderen holen können. Trotz der alten Möbel ist es einfach nur toll. dass wir von morgens an, bis zum späten Nachmittag in der Sonne sitzen können und die Aussicht genießen. Wir nutzen die neue, alte Terrasse täglich und lieben unsere Oase im grünen. Desweiteren haben wir angefangen unsere Wohnung auszumisten, dass bedeutet, wir sortieren mit und mit Dinge aus, die wir eigentlich nicht mehr brauchen, die sich über die Jahre aber angesammelt haben. ich muss zugeben, auch wenn es mir zum Teil schwer fällt, tut es gut wieder Platz zu schaffen. Ich bin mal gespannt, wie lang diese Phase anhält, aber ich hoffe noch eine Weile. Da wir so mit und mit aussortieren benötigen wir Zeit, man will ja auch nichts‘ übers Knie brechen. 

Innere Ruhe

Auch mir und meiner Verfassung geht es gut. Ich bin überrascht, dass ich mich auf meiner Arbeit so schnell wieder eingelebt habe und freue mich, dass ich wieder angekommen bin. Auch unsere Struktur im Alltag hat mich wieder und mir laufen keine Tränen mehr, wenn ich an unseren Krümel- Stern denke. ich bin wieder offen und kann ohne Trauer von der Fehlgeburt erzählen. Dennoch haben wir es den Kindern weiterhin nicht gesagt und möchten das jetzt auch noch nicht. Ich denke, dass wir irgendwann mal mit ihnen reden werden, damit sie wissen, dass auch wir so etwas erlebt haben, falls sie mal davon betroffen sein werden. Aber jetzt möchten wir das nicht. Sie müssen sich damit nicht belasten. Die Zeit wird kommen, an denen sie es erfahren werden, aber nicht hier und heute und in naher Zukunft. 

ein wenig Sonne und die Blumen wachsen

Wir sind ein Team

Mein Mann steht hinter mir, stärkt mich und wir leben unser leben als Familie. Wir sind ein Team und uns hat dieses Jahr bis her gezeigt, dass wir alles richtig machen. Wir haben auch schon einen kleinen Wochenendtrip als Familie gemacht und freuen uns jetzt schon wahnsinnig auf unseren Urlaub im Sommer. In diesem Jahr geht es wieder nach Holland. Wir werden uns zwischen Amsterdam und Den Haag aufhalten und die Nordsee von unserem Strandbungalow aus genießen. Es wird sicher ein toller Urlaub. Zuvor werden die Mädchen allerdings zum ersten mal ohne uns Eltern verreisen und dass finden sie jetzt schon sehr spannend. 

Liebe

So dreht sich das Rädchen der Zeit und wir stellen fest „Das Leben ist schön“.

Die Zeit bringt Veränderung für uns und im Moment tut uns allen diese Veränderung gut.

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