Impressionen vom 2. Adventswochenende

Das zweite Adventswochenende hatte es echt in sich. Daher gibt es auch erst heute unsere Impressionen dazu. Das Wochenende startete echt toll und durch einen absoluten „Bergischblizzard“ wurde es richtig schön weiß. So wie es Kinder lieben. Sennoch endete unser Wochenende mit viel Sorgen, Angst und einer Katastrophe. 

Ich geb dir mal einen Einblick. Einige Bilder, wenig Worte und viel Emotionen. Weitere Wochenenden in Bildern hat wie immer Susanne.

Freitag

Unser Wochenende begann bereits am Freitag. Die Mädchen schliefen bei den Großeltern, weil mein mann und ich auf seiner Firmen- Weihnachtsfeier geladen waren. Es ging für uns nach Köln auf ein Eventschiff. Dort erwartete uns eine grandiose Deko, leckeres Essen, leckere Getränke und eine tolle Band. Natürlich fuhren wir auch über den Rhein. Es war ein absolut toller Abend… 

Um 23:00 Uhr legte das Schiff wieder an und wir machten uns dann auch schon auf dem Rückweg. Da bereits auf dem Weg hier her, bei uns zu Haus der Schnee fiel, dachten wir uns, wenn wir noch Heim kommen wollen, dann müssten wir mal los. Gut Köln liegt nur ca. 35-40 Minuten von uns entfernt, aber das auch nur, wenn man gut durch kommt. Da dies zu dem Moment eher weniger der Fall schien, richteten wir uns auf eine etwas längere Rückfahrt ein. Dass wir im Endeffekt alleine um bis zur Autobahn zu kommen bereits 60 Minuten benötigten, damit hatten wir nicht gerechnet und dass wir dann noch 3 Stunden auf der Bahn blieben auch nicht. Aber bevor wir zum Auto gingen spazierten wir im Schneefall noch über den Weihnachtsmarkt am Heumarkt. 

Grüße vom Heumarkt

Samstag

Ich hab mir den Wecker gestellt, um irgendwie die Mädchen abzuholen, was mir auch gelungen ist. Der Winter ist nämlich tatsächlich eingebrochen und hat stellenweise den Verkehr völligst niedergestreckt. Aber was ein bergisches Mädel ist, dass kann auch bei den Witterungsverhältnissen fahren, wenn die Bereifung stimmt 😉 Mini zeigte mir dann zu aller erst ihren aller ersten Wackelzahn und war super stolz darauf. Das ist sie heute auch noch. Natürlich ist das etwas ganz besonderes und gehört ordentlichst gewürdigt. 

Nachdem wir uns dann auch zurück nach Haus gekämpft haben, ich verstehe diese Deppen immer noch nicht, die ohne vernünftige Winterreifen Ihr Auto im Schnee bewegen wollen, hieß es „Erstürmung des Winterwonderland“. Also wurden die Schlitten gepackt, die Schneesachen angezogen, der Hund der Schwiegereltern angeleint und die Kinder aus der Nachbarschaft zusammengetrommelt. Wir spazierten durch das schöne bergische Land, rodelten den ein oder anderen Berg hinab und bauten einen Schnee- Troll. 

Nach dem Spass in der Kälte ging es rein. Dort gab es warmen Tee, Plätzchen und einen Weihnachtsfilm für die Blagen. 

Ich machte in der Zwischenzeit das Abendessen. Winter-Gemüsesuppe aus gerettetem Gemüse. 

Später wollten wir dann erneut raus. Aber so weit kam es nicht. Nachdem alle wieder im Schneeanzug waren flitzten die Mädchen schon mal vor zur Haustür. Nur Mini flitzte nicht, sondern flog… die Treppe hinab. Dieses Schreien werde ich nie wieder vergessen. Sie hielt sich den Arm und Weint-Schrie. Es war schrecklich. Wir fuhren sofort ins Krankenhaus. Sie ließ niemanden an den Arm. Der Art überredete sie schließlich und nachdem wir dann noch beim Röntgen gewesen sind stand fest, das ist eine Fraktur und muss erst mal ruhig gestellt werden. Also bekam Mini eine Gipsschiene und wir sollten am kommenden Tag erneut zur Kontrolle kommen. 

 

Nach 25 Stunden verließen wir das Krankenhaus und fuhren Heim. Der tag war gelaufen und so legten wir uns alle zügig ins Bett. 

Mit einer Lagerung unter dem Arm konnte Mini endlich schlafen

Sonntag

Der Tag beginnt mit einem leckerem Frühstück. 

Danach mache ich mich mit Mini auf zur Kontrolle ins Krankenhaus, das war um 10 Uhr. Die Große wollte noch mal Schlittenfahren, aber so das Mini es nicht mitbekommt, damit sie nicht traurig ist und mein Mann musste noch etwas für seine bevorstehende Prüfung lernen. 

Warten, was sonst!?!

Noch bevor ich mit einem kompetentem Arzt gesprochen habe hieß es, dass der Bruch gerichtet werden muss. Dies muss unter Narkose geschehen. Ich war geschockt. Auf meine Frage, warum man uns dies gestern nicht bereits mitgeteilt habe, erhielt ich keine Antwort. Da Mini gegessen hatte würde es jetzt auch noch kompliziert werden. Ich rief erst mal meinen Mann an, der dann auch gleich kam, nachdem er die große bei seinen Eltern untergebracht hatte. Irgendwann konnten wir dann zur erneuten Röntgenkontrolle. Danach erhielten wir auch einen Namen für den Knochenbruch. „dislozierte supracondyläre Fraktur links“. Das heißt, der eine Knochen ist weggeknickt und muss reponiert (in die richtige Position zurück gerichtet) werden. Dafür muss Mini in Vollnarkose, weil es zu schmerzhaft ist. Wir mussten dann wieder warten. Der Anästhesist ließ auf sich warten, der Chirurg auch und der Assistenzarzt wirkte alles außer kompetent. Irgendwann, es ging auf 14:30 Uhr zu kam etwas Bewegung in das Schauspiel. Dieses wurde allerdings durch eine Not- Sectio unterbrochen. Dadurch erhielt Mini Ihre Narkose erst 1,5 Stunden später. Nachdem Mini wieder wach wurde brüllte sie herzergreifend das gesamte Krankenhaus zusammen. Sie war im Ketanest-Rausch. Dieses Medikament ist echt übel und Mini hat es sehr sehr wütend gemacht. Sie brauchte gute 45 Minuten, bis sie sich einigermaßen beruhigen ließ und war dann aber sehr zügig wieder Fit. So dass sie bald schon essen und trinken konnte. Daraufhin machte ich dann bei den Ärzten Stress, weil ich nur noch nach Hause wollte. Es ging auf 19:30 Uhr zu und wir waren seit 10 Uhr morgens unterwegs. Irgendwann ließ man uns nach haus gehen. Wir kämpften uns also durch den erneuten Schneefall und kamen schließlich fix und fertig zu haus an. Dort erwartete uns die große und die Schwiegereltern mit einem leckeren und warmen Auflauf. 

Nach dem Essen ging es zu uns hoch. Zu erst wurden alle anderen Großeltern angerufen und sämtliche Tanten und Onkel informiert, wie es gelaufen ist. Danach wurde das Kind Bettfertig gemacht. In dem Zug begutachteten wir erst mal genau die so genannte „Blount Schlinge“, welche jetzt mindestens drei Wochen Minis ständiger Begleiter sein wird und welche Sie zum „Einarmigen Banditen“ macht. Mini lächelt schon wieder und ist weitestgehend Schmerzfrei. 

So haben wir also unseren 2. Advent verbracht. Ich war gestern nicht mehr in der Verfassung irgendwelche großen Worte zu schreiben. Lediglich die Adventsaktion Dankbarkeit statt Sachen habe ich getippt. Es hätte echt ein tolles Wochenende werden können und der beginn versprach es auch, aber die zweite Hälfte hätten wir uns alle gern erspart. Jetzt hoffen wir nur, dass das abheilen der Fraktur zügig und komplikationslos verläuft. 

5 Kommentare bei „Impressionen vom 2. Adventswochenende“

  1. Oweh, gute Besserung an deine kleine Maus.

    1. Danke dir

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