WmDedgT im April 2016

Da ist es schon wieder der fünfte.
Das heißt,  heute steht Tagebuch blogging around the clock ala Frau Brüllen auf dem Kalender. Am fünften eines Monats wird nämlich von Frau Brüllen gefragt: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag„. Ich werde euch heute also in meinen Alltag entführen und über den ganzen Tag immer wieder verbloggen, was hier im Hause Mamas Mäuse so los ist.
Die liebe Frau Brüllen erstellt wie jeden Monat eine Linkliste.

Mein fünfter April beginnt im Nachtdienst. Ich sitze im Moment und genieße ein wenig Ruhe. Meine Kollegin und ich trinken uns einen Kaffee und müssen gleich wieder in die Runde. Das heißt,  dass wir  gleich los müssen um bei bestimmten Bewohnern nach der Vorlage zu sehen und diese ggf. zu erneuern. Desweiteren müssen wir ein paar Bewohner auf die andere Seite drehen, damit sie sich nicht wund liegen. Danach muss ich mich dann mit den Medikamenten beschäftigen und auf die Klingeln laufen,  wenn diese denn gehen. So sieht der Plan aus.

Ich habe mittlerweile den Dienst und damit die erwähnte Runde durch, einige Klingeln abgearbeitet und ein paar Medikamente für den Frühdienst vorbereitet.
Danach klingelte wieder jemand und gab an, eine Toilettenbegleitung zu wollen. Ist ja kein Problem, dafür bin ich ja da. Also bat ich meinerseits darum, dass man sich schon mal auf die Bettkannte setzt (ist ein mobiler Bewohner),während ich den Rollator zurecht stellte und das Licht im Bad an machte. Da musste ich mir doch glatt sagen lassen, dass ich ja absolut unhöflich sei. Ich muss zugeben, dass es in diesem Moment in meinem inneren zu kochen begonnen hat. In solchen Momenten mag ich meinen Job nicht. Ich helfe den Leuten wirklich gerne, aber zu unrecht so angefahren zu werden reizt auch mich. Ich atmete also tief ein und berief mich innerlich auf meine proffessionalität. Ich versuchte zu erfahren, wo ich denn unhöflich gewesen wäre. Für die Frage wurde ich prompt des Zimmers verwiesen. Fazit: Auch eine Pflegekraft hat es nicht immer leicht.
Ich ging 10 Minuten später nochmal in das Zimmer um das zu klären, erfolglos. Jetzt musste ich mich erst mal wieder innerlich auf meine Ruhe berufen um dann weiter zu arbeiten. Sprich, ich aß Schokolade!

Danach heiß es, nochmal durchstarten in die letzte Runde. Alle 60 Bewohner noch einmal Sichten. Noch einmal Inkontinenzmaterial kontrollieren und ggf. wechseln.
Um 6 Uhr kam dann der Frühdienst und ich konnte nach dem Übergaben nach Haus. Da merkte ich so langsam meinen Toten Punkt.

Endlich Feierabend. Alle Übergaben sind gemacht und jetzt schnell nach Hause. Die Mädchen wecken und für die Schule bzw. KiTa fertig machen, Brote schmieren und Taxi spielen. Danach heißt es dann erst mal schlafen gehen.

Um 14 Ihr macht mich meine innere Uhr wach. Da meine Mama die Kinder abholt hab ich noch ein wenig Luft.
Mir fällt dann allerdings Siedendheiß ein, dass ich noch einen Gutschein für eine Kollegin holen muss. Also schmeiße ich noch in die Klamotten und fahre ins Gartencenter. Den Gutschein habe ich schnell. Mittlerweile ist es 14.45 Uhr. Da erreicht mich ein Anruf von der lieben Perlenmama. Ich gebe Gas um flott nach Haus zu kommen, da die Perlenmädels vorbei kommen. Die Perlenmama braucht ein Ohr. Auf dem Weg sammel ich noch flott meine Mama mit meinen Mädchen ein. Da es regnet sind die drei sehr erleichtert.

Zu Hause wird im Turbo gesaugt und ein paar Sachen aufgeräumt und dann geht schon die Haustür.

So ein wenig Mädels/Mommy quatschen tut schon gut. Ich glaube es tut uns beiden gut. Die Kinder sind recht ruhig am Spielen und wir können gemütlich Kaffee trinken. Irgendwann ist auch der schönste Nachmittag um und so brechen die Perlenmädels wieder auf. Wobei die kleinen Mädchen laut protestieren.

Ich mache jetzt Abendessen. Es gibt Pasta mit meiner Bolognese Sauce ala vegan. Selbst meiner Mama schmeckt es, die heute bei uns zu Abend isst. Sie ist hier, weil ich gleich zum Dienst muss und die Mädchen keine Stunde alleine bleiben sollen, bis mein Mann von der Abendschule kommt.

Mini beklagt sich, dass sie müde ist und so wird sie jetzt Bettgertig gemacht. Vom Schlafanzug bis zum Zähne putzen macht sie alles ohne Probleme mit. Wir kuscheln u s in ihr Bett und ich lese ihr noch ein wenig vor. Bis die mich schließlich verabschiedet, mit den Worten :“ Ich bin Hundemüde und möchte jetzt schlafen. Machst du die CD an? „. Also war es das. Die CD wird angemacht und dann schläft Mini schon fast.
Ich bin jedesmal begeistert, wie Komplikationslos sie mittlerweile ins Bett geht. Bei der Großen ist das immer ein wenig ( sehr viel mehr) komplizierter.

Die Große hat ihren Schlafanzug auch schon an und sitzt im Zimmer über einem Puzzle. Der haute Couture ruft an und möchte den Mädchen noch gute Nacht sagen. Er ist etwas geknickt, weil Mini schon schläft, dafür unterhält die Große ihn. Wir reden auch ein paar Minuten miteinander. Da wir uns lediglich heute morgen für 10 Minuten gesehen haben, ist das schon etwas blöd. Aber ich sehe ihn ja morgen früh, für 10 Minuten.

Ich beginne mich jetzt für dem Dienst fertig zu machen. Meine Mama ist im Wohnzimmer und sortiert gerade Socken. Es hat schon was, wenn der Babysitter die eigene Mama ist 😉

Die Große ließt jetzt der Oma noch ein Kapitel aus ihrem Buch vor und ich verabschiede mich zum Dienst. Ich muss mir auf dem Weg zur Arbeit noch ein Koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk kaufen, da ich heute nicht eingekauft hab.

—mehr folgt später—

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