Renovierung mit dem Ziel: ein eigenes Zimmer für die Mädchen

Wie ihr sicher schon gelesen habt,  haben die Mädchen jetzt beide ein eigenes Zimmer, dass war nicht immer so.
Aber mal von vorn.

Die Große kam 2008 auf die Welt und hat erst mal ein Jahr lang bei uns im Schlafzimmer gewohnt. Zu der Zeit hatten wir zum einen noch nicht die Möglichkeit für die ein eigenes Zimmer zu machen (wir lebten mir dem Bruder meines Mannes in einer Art WG) und zum anderen wollte ich auch, dass die große noch bei uns schläft.
Als wir dann die Möglichkeit hatten und die große über ein Jahr alt war bezog sie ihr erstes eigenes Zimmer. Das behielt sie auch, bis sich Mini ankündigte . Als Mini unterwegs war haben wir der großen erklärt,  dass das Baby erst mal bei Mama und Papa schläft und später dann mit ihr zusammen im Kinderzimmer schlafen würde.
Die große war zum Glück total begeistert und so gab es keine Probleme.
Mini kam auf die Welt und ich hatte plötzlich ein Baby,  meine Mini und aus der kleinen Prinzessin wurde eine große Schwester. Sie liebte das Baby von Anfang an und wir waren sehr froh,  dass die beiden sofort ein Herz und eine Seele waren und noch immer sind!

Als Mini dann ein Jahr alt war und Nachts seltener bzw. nur noch einmal kam um nochmal etwas zu trinken zog sie mit zur großen ins Kinderzimmer.(och verbloggt mal etwas dazu ->klick <-)
Das lief wunderbar. Natürlich musste die große Abstriche machen, aber wir fanden Lösungen und es war alles gut.
Die große darf zum Beispiel etwas länger wach bleiben, als Mini. Sie hat immer noch etwas in ihrem Zimmer gespielt während ich Mini im Schlafzimmer ins Bett brachte. Jetzt war das natürlich anders. Die große durfte noch etwas im Wohnzimmer spielen und ich brachte Mini im Kinderzimmer ins Bett.
Beide Kinder bekamen und bekommen zuvor aber gemeinsam vorgelesen. Mittlerweile liest mir die große dann noch etwas vor, wenn Mini bereits im Bett ist. Aber das vorlesen ist ein festes Ritual bei uns.

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Irgendwann begann die große zu fragen, ob sie auch mal wieder ein eigenes Zimmer bekommen würde. Das kann mir der Einschulung. Die große übernachtet immer mal bei einer Freundin und kann diese aber nicht bei uns übernachten lassen, da sie sich ja ein Zimmer mit Mini teilt. Mini spielte zunehmend mit den Sachen der großen, was nicht immer auf Begeisterung stieß. Die große forderte auch zunehmend ihre Privatsphäre ein.
Kurz: Es fing an ein wenig kompliziert zu werden.

Dann boten uns die Schwiegereltern im Herbst vergangenen Jahres an, dass wir den Dachboden zur Wohnung dazu haben könnten und den Wohnungseingang versetzen dürften. Da war natürlich die Freude bei uns groß! Hatten wir doch auch schon nach einem Eigenheim geschaut und nach größeren Wohnungen. Dabei war das Gefühl, dass man eigentlich nicht gerne umziehen würde immer da.
Kurz vor Ostern war der Dachboden dann ausgeräumt und bereit von uns in Beschlag genommen zu werden. Wir begannen dann auch mit viel Tatendrang und überlebten die Fliesen, brachte neue Farbe an die Wände und der Arbeitsplatz des haute Couture zog hoch. Das obere Bad wurde eingerichtet und es lief!
Im Zuge dessen wollte ich gleich die komplette Wohnung so weit renovieren.
Mein haute Couture war einverstanden und so begannen wir im Wohnzimmer. Das war schnell fertig.

Als wir uns dann dem Dachboden und parallel dem Dachboden widmen wollten kam die defekte Wanne und damit der Wasserschaden in der Küche.

Dieses Desaster zog sich dann glatt bis zu unserem Sommer Urlaub und darüber hinaus. Der Handwerker arbeitet in meinen Augen einfach mal mehr schlecht als recht und ich war durch die Bank weg unzufrieden. Dann kam meine absolute Lustlosigkeit hinzu um noch irgendwas zu machen. Nach dem diese Zeit dann endlich überstanden war und ich wirklich weiter machen wollte, kam mein Dienstplan dazwischen. Bei 9 Nächten und nur 5 Tagen frei war eine Renovierung undenkbar. Ich musste schließlich auch noch so unnütze Sachen wie den klassischen Haushalt und den MountWäsche bezwingen. Also lag das Projekt erst mal auf Eis.Dann war es bereits November und mein Urlaub rückte in greifbare Nähe. So begann sich dann auch wieder etwas an dem Projekt zu tun.

Der Dachboden war mittlerweile soweit fertig und dass Bett von uns wanderte nach oben. Ebenso die Kleidung und alles weitere von uns aus dem Schlafzimmer. Der Raum wurde also immer leerer. Dann haben wir spontan Farben geholt und ich begann mit den Mädchen das Streichen.

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Plötzlich, einen Abend vor Nikolaus war das Kinderzimmer der Mini fertig. Also so richtig und komplett fertig. Mit Bett und Spielsachen und allem drum und dran. Sie freute sich riesig. Das, jetzt wieder eigene, Zimmer der Großen sah noch stark nach Schlachtfeld aus. Aber das sollte sich noch legen.

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Am Abend der ersten Nacht im ersten eigenen Zimmer erklärte mir Mini, dass sie doch nicht hier schlafen könne. Auf meine Frage nach dem Feind sagte sie einfach nur, dass sich doch sonst die große einsam fühlen würde. Sie wusste nicht, dass die große zu dem Zeitpunkt einen Freudentanz vollzog,da sie wieder ein eigenes Zimmer hatte. Also wurde die große gerufen und diese erklärte ihrer kleinen Schwester, dass es nicht schlimm sei, wenn sie in ihrem Zimmer schlafe. Man kann sich ja immer besuchen kommen und die große so ja direkt neben an.

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Das akzeptiert Mini und von da an gibt es hier am Abend keine Tränen mehr. Mittlerweile ist das Chaos bei der großen beseitigt und Mini gewöhnt sich an ihr eigenes Zimmer. Die findet es nicht immer so schön aber genießt sich ihre Ruhe vor der großen. Ich genieße die ruhe und das weniger gezicke der beiden und bin froh, dass die zwei sich noch immer genauso lieb haben. Sie haben sich schon für die Ferien verabredet und möchten dann erst in den einen und dann in dem anderen Zimmer gemeinsam Übernachten.

Ja jetzt haben die beiden ihre eigenen Zimmer. Unsere Wohnung hat einen neues Stück Flur dazu gewonnen und ist insgesamt von etwas über 70m2 auf knapp 100m2 herangewachsen.

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One Reply to “Renovierung mit dem Ziel: ein eigenes Zimmer für die Mädchen”

  1. […] hat Mini endlich IHR EIGENES REICH! Anfänglich hat sie sich auch gefreut. Also eigentlich macht sie es noch immer… […]

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