Kennt ihr dieses Phänomen #mütteralleinzuhaus

Ich war die Tage bei Twitter unterwegs und hab unter anderem gewittert, dass ich bald die GroßeMaus aus der Schule abholen muss und zu Hause noch absolut nix getan hab. Jetzt würde sich allerdings mein schlechtes Gewissen melden und ich hätte das Gefühl eine schlechte Mutter und Hausfrau zu sein.
Ich hab gleich von zahlreichen anderen Muttis positives Feedback bekommen,  welche alle sagten, dass das auch mal sein muss.
Unter anderem hat die liebe Alu vom Blog Große Köpfe einen Link zu einem Artikel von sich geschickt, in dem sie sich vor geraumer Zeit mit dem Thema #Mütteralleinzuhaus beschäftigt hat. Ich hab mich köstlich amüsiert, als ich ihren Artikel las. Nach ein wenig hin und her, Endstand die Idee einer Blogparade zu diesem Thema und Alu eröffnete daraufhin eine Link Sammlung,  in der alle ihre Artikel zu diesem Thema verlinken können.

Also sitze ich jetzt hier,  warte auf die MiniMaus, die gerade im Tanzsaal ist und  blogge mit meinem Smartphone.

#Mütteralleinzuhaus

Kennt ihr das Phänomen, dass häufig der Mann und die Kinder ein eigenes Zimmer haben? Also ich kenne das bei vielen.  Der Mann hat sein Büro… naja eigentlich ein Computer Zimmer getarnt als Büro. Einen Rückzugsort, wo er die Tür schließt und dem Alltag etwas entfliehen kann. Er kann sich setzen und zocken oder lesen oder was Männer so machen, wenn sie ihre Ruhe brauchen und eine Pause nehmen.
Die Kinder haben ein Zimmer in denen ihr Chaos herrscht und sie sich ausleben können. Ob alleine oder mit dem Geschwisterteil. Aber es ist ein Raum,  wo sie die Tür vor den Eltern schließen können und signalisieren,dass sie ihre Ruhe möchten.
Aber welche bzw. wie viele Mütter haben einen eigenen Raum als Rückzugsort, als Ruhepol? Klingt schon ein wenig ironisch, nicht wahr? Ruhepol!
Also ich kenne keine Mutter, die sich völlig entspannt hinlegen kann, wenn die Kinder zu Hause sind und sich eine Pause gönnen kann. Weil, wie sicher alle von euch wissen, kommen just in den Moment die Kinder mit 1001 Dingen, die sie gerade genau jetzt brauchen/wissen möchten.
Ich habe auch kein eigenes Zimmer. Dafür eine eigene Leseecke. Eine wirklich schöne und gemütliche. Also wenn der Lesesessel nicht mit Klamotten voll läge und die Kisten und Kästen nicht in meiner Ecke stehen würden sondern weg geräumt wären. Wenn sich dort nicht ein Stauraum für allen Kram gefunden hätte, der noch irgendwo hin muss, aber man noch nicht genau weiß wohin eigentlich.
Also, rein theoretisch, hätte ich dann sicher eine schöne Ecke für mich.
Aber mal ehrlich! Nutzen könnte ich sie nicht, so lange jemand zu Hause ist, außer mir.

Natürlich bin ich Vormittags mal alleine. Wenn ich im Nachtdienst bin lege ich mich flott schlafen und stehe pünktlich, auf dem letzten Drücker, wieder auf um die Mäuse noch von der Schule und der KiTa abzuholen.

Dann gibt es diese Tage, an denen ich alleine bin. Wo ich mir einen Film an mache und mich dem „MountWäsche“ widme oder Staubsauge und Böden wische… einfach den Haushalt mache.

Dann gibt es aber diese besonderen Tage.
Diese Tage, an denen ich in die Wohnung komme und mich diese genüssliche, fast verzauberte Ruhe empfängt.

Als erstes stelle ich mir einen Wecker. (Diese Ruhe habe ich nämlich begrenzt, da ich am Nachmittag die Kinder wieder abholen muss.)

Dann gehe ich in die Küche und mache das Radio an. So richtig laut! So laut, dass sich sonst mein haute Couture und die Mäuse beschweren. Und ich singe! Mir ist es egal wie schief es klingt, weil „Ich bin allein„!
Nachdem ich fertig mit singen bin muss ich überlegen was ich als nächstes mache.
In der Regel überlege ich mit einem dicken Stück Schokolade im Mund.
Auch wenn es noch am Vormittag ist! Mich kann ja keiner daran hindern und keiner weiß, dass ich schon so früh was süßes esse.
Ich schwanke zwischen an den Computer setzen, lesen , einen Film sehen oder einfach nur schlafen.
Ich weiß nur ganz genau, dass der Haushalt mir mal geflissentlich den Buckel runter rutschen kann!

Ich genieße es in meinen schlabber Klamotten durch die Wohnung zu turnen und zu tanzen und einfach mal die „Sau“ raus lassen zu können.
Ich werde nicht beobachtet, abgesehen vom Hauskater, der das schon kennt. Ich kann auf der Couch hüpfen, ich kann durch die Wohnung tanzen, ich kann singen, schreien, schnarchen. Ich kann alles machen, wozu mir gerade ist.

Ich gehe Vormittags oder mittags in die Badewanne mit einem guten Buch und mache mir Kerzen an. Oder ich schließe den Laptop an und lege einen Film ein um diesen aus der Wanne zu sehen.
Ich lege ganz frech die Beine auf den Tisch und lackieren mir die Nägel. Mittags esse ich wozu ich Lust habe, wenn ich Hunger hab und wenn nicht, dann eben nicht. Ich hau mich auf das Sofa und schaue einen Film nach dem anderen.

Ich genieße diese köstliche Ruhe in vollen Zügen und fühle mich gut, wenn ich mir mal die Zeit für mich nehme.
Zumindest so lange, bis der Wecker mich zurück aus der Ruhe in den Alltag befördert.

Ich vernichte die Beweise, darüber, was ich gerade noch getrieben habe. Das Gewissen schaltet sich ein, weil ich noch nichts gemacht hab und schimpft mit mir.
Aber an diesen besonderen Tagen ist es mir in der Regel egal! Ich habe Psychohygiene betrieben und komme völlig entspannt bei den Mäusen an.

Wenn Ich dann gefragt werde “ Und was hast du heute gemacht?“ , dann umspielt ein schelmisches Grinsen meine Mundwinkel und ich antworte :“ Ach, nichts besonderes“.

Und was macht ihr, wenn ihr allein zu Haus seid? Macht mit bei Alu und schreibt einen Artikel zu dem Thema #Mütteralleinzuhaus
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