MiniMaus krank und Mama muss arbeiten… das Gewissen brüllt

Da bin ich heute, nein gestern, morgen vom Dienst gekommen und es war noch alles ruhig. Ach was schön dachte ich mir.  Schlich schnell ins Schlafzimmer und habe mich umgezogen, noch flott das Babyphone von MäusePapas Bett  geschnappt und ab auf die Couch. Am Wochenende lasse ich den MäusePapa nämlich immer noch bis 8/9.00 Uhr schlafen,bevor ich dann meinen Schlaf nach dem Nachtdienst und vor dem Nachtdienst bekomme.
Ich liege gerade gemütlich mit dem Kater auf der Couch und döse vor mich hin,  als die GroßeMaus einen spitzen Schrei von sich gibt. Ich springe auf, der Kater flog von mir runter und Maunzte mich böse an, und rase ins Kinderzimmer. Da steht die GroßeMaus Nase rümpfend vor dem Bett der MiniMaus und zeigt auf sie.
Ich blicke rüber und sehe eine MiniMaus, die in ihrem erbrochen liegt. Da hatte ich dann auch den Geruch in der Nase. Am liebsten hätte ich gleich mit gebrochen. Ich bin zwar Mama und ich arbeite in der Pflege, aber erbrochenes oder gerade brechende Menschen kann ich garnicht. Da würde ich am liebsten aus Solidarität mit machen. Die MiniMaus sah mich aus Tränen verschmiertenAugen an. Ich zog sie flott aus und setzte sie erst mal unter die dusche. Ich habe das Kind nicht mehr erkannt!
Armes MiniMäuschen!
Nachdem die kleine wieder sauber und angekleidet war habe ich das Bett frisch gemacht. Die Maus war nur bei mir und wollte kuscheln.
Die GroßeMaus hat sich noch mal hingelegt und CD gehört. Nach ca. einer halben Stunde wirkte MiniMaus wieder bester Stimmung und wollte schaukeln. Also hieß es ab in die Küche. Kind in die Schaukel und Mama begann leise mit dem Haushalt.
Nachdem das Frühstück für die Mäuse und den MäusePapa auf dem Tisch stand habe ich diesen aus dem Bett geholt. Ich legte mich zügig hin und lauschte noch dem lachen am Frühstückstisch.

Im nächsten Moment stand der MäusePapa mit der MiniMaus auf dem Arm vor meinem Bett und sagte , dass die Maus krank sei, sie habe erneut gebrochen. Ich musste erst mal richtig wach werden. Die Uhr sagte zwar,  dass es schon 13 Uhr sei,  aber ich wollte das nicht glauben. Ich habe noch eine Stunde gebraucht bis ich es schaffte aus dem Bett raus zu kommen.
MiniMaus sah wirklich nicht gut aus. Richtig blass. Sie fragte direkt nach „Pustensaft“. Ich habe  mir die kleine direkt geschnappt und bin mit ihr und dem MäusePapa in die Stadt zur Apotheke gefahren.
Die GroßeMaus wollte lieber bei der Tante bleiben.
In der Apotheke habe ich auch direkt einen Saft bekommen,  den die kleine sofort bekommen hat. Nach einer halben Stunde wollte sie auch schon ein Hörnchen haben, welches Sie prompt bekam. Wir habe noch flott ein paar Kleinigkeiten eingekauft und sind wieder nach Hause.
MiniMaus war weiterhin sehr kuschelig und ich habe es genossen!
Zum Abendessen hat sie mir geholfen Hühnersuppe zu kochen. Die Mäuse haben zum Glück beide gut gegessen. Die GroßeMaus hat auch nur ein wenig gemosert. Zur Zeit kann ich ihr wirklich alles servieren. Ist es aber keine Pizza oder Nudeln, dann schmeckt es nicht und die findet es doof.
Nach dem Essen bin ich mit der MiniMaus in ihr Bett gekrabbelt. Um sie zu schmusen. Sie tat mir so leid!  Irgendwann erinnerte mich die Uhr,  dass ich zum Dienst muss.

*ZACK* das schlechte Gewissen setzt ein! Ich musste tatsächlich zum Dienst und das obwohl MiniMaus krank ist. Ich fühlte und fühle mich schlagartig so mies!
Ja ich gehe arbeiten, bin keine Vollzeit Mama, sondern eine workingMom. Aber in solchen Situationen hasse ich es. Na klar,  der MäusePapa ist zu Hause. Er hat den Vormittag gerockt und sich liebevoll um die Mäuse gekümmert. Klar kann er das!  Aber mein Gewissen macht mich fertig. Jetzt sitze ich hier auf der Arbeit,  keine 5 Minuten bis nach Hause und kann dennoch nicht bei der kleinen sein.
Das sind wirklich Situationen, in denen ich anfange Mamas zu beneiden,  die zu Hause bleiben können. Andererseits denke ich,  dass es dem MäusePapa auch gut tut, wenn er sich jetzt ausgiebig um die MiniMaus kümmern kann.
Ach ich weiß auch nicht.
Jedesmal,  wenn eines der Mäuse krank ist,  bekomme ich dieses Gefühl. Dieses Gefühl,  dass ich eine schlechte Mama bin,  weil ich arbeiten gehe…
Das schlechte Gewissen steht mit einer Keule hinter mir und schreit „Di Rabenmutter“. Ich weiß, dass die kleine „nur“ erbrechen hat. Aber dennoch… Ich sitze hier auf der Arbeit, anstatt zu Hause an ihrem Bett. Ich weiß, dass ich es mir nicht leisten kann immer zu Hause zu bleiben und ich möchte das auch nicht, weil ich damit nicht glücklich werden würde. Dennoch wäre ich lieber etwas freier von Beruf, wenn eines der Mäuse krank ist.
Ich fühle mich jetzt im Moment wirklich nicht wohl, auch wenn ich genau weiß, dass zu Hause alles in Ordnung ist. Mein Gewissen lässt mich nicht in Frieden und wird es wohl auch weiterhin nicht, bis ich wieder zu Hause bin.

Meine Mäuse,  auch wenn eure Mama arbeitet,  ich liebe euch ganz ganz doll!

5 Replies to “MiniMaus krank und Mama muss arbeiten… das Gewissen brüllt”

  1. […] Unser, bzw. Mein Sonntag begann damit, das ich ein verdammt schlechtes Gewissen hatte, weil ich arbeiten musste und meine arme MiniMaus krank zu Hause war. Das Resultat: ein Blogpost. […]

  2. Dein Post bringt genau das zu Wort, was mir schon lange durch den Kopf schwebt…ich muss nun auch wieder anfangen zu arbeiten… leider. Ich brauche nur zwei Nächte im Monat machen, aber selbst die lösen JETZT schon das schlechte Gewissen in mir aus. Vielleicht muss man mehr in die Fähigkeiten des Papis vertrauen, die können sich sicher auch hervorragend um kranke Mäuse und Rabauken kümmern ohne das die Mamis Sorge haben müssen…Aber,… ich leide mit Dir!

    Einen lieben Gruß von Lari

    1. Hallo Lari,
      Ich denke da hast du völlig recht. Ja die Papis können wesentlich mehr, als Mammut
      Mama Ihnen zutraut.
      Ich finde es nie unheimlich schwer ein es der Mäuse im krank Zustand abzugeben.
      Wen ich sonst auf der Arbeit bin, ist das kein Problem.
      Du wirst das sicherlich auch schon schaukeln.
      Falke die deine Antwort! Lg

  3. […] habe, mache auch ich mir noch ab und zu Vorwürfe und mein schlechtes Gewissen meldet sich. So wie hier zum […]

  4. […] auch wenn eines meiner Kinder Krank ist, weil ich weiß, dass Papa da ist und auch wenn ich ein schlechtes Gewissen […]

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